StS Rudi Köberle in Uttenweiler - 12.6.07
StS Köberle erläutert das Projekt „Stuttgart 21"
Geht „Stuttgart 21“ zu Lasten des öffentlichen Personennahverkehrs?.Ein aktuelles Thema, sind doch gerade am 10. Juni mit Fahrplanwechsel wieder einige Nahverkehrsverbindungen in der Region weggefallen. Der Staatssekretär im Innenministerium erläuterte zwei Tage darauf in seinem Vortrag in der von der Frauen Union in Uttenweiler organisierten Veranstaltung, dass der öffentliche Personennahverkehr heute von den Ländern betrieben wird.
Dafür erhalten die Länder Zuschüsse vom Bund, die aber in letzter Zeit drastisch reduziert wurden. Also blieb den Ländern nichts anderes übrig, als nachzuschauen, wo kann eingespart werden ohne große Verluste in der Versorgung. Herr Köberle stellte fest, dass mit der neuen Kürzung nur 2% der Fahrgäste ihre Idealverbindung verloren hätten. Das Projekt „Stuttgart 21“ sei nicht die Ursache hierfür. Vielmehr benötige wirtschaftliches Wachstum gute Verkehrsanbindungen, damit keine Standortnachteile entstehen.
Deshalb ist die Modernisierung der Strecke von Feuerbach bis Ulm mit der neuen Durchfahrt durch den unter die Erde gelegten Bahnhof Stuttgart und mit der Anbindung des Flughafens so wichtig. Diese Teilstrecke ist Teil der EU-Transversale Paris - Bratislava. Sie verkürzt die Fahrzeit von Ulm zum Flughafen Stuttgart um 72 Minuten. Wird diese Teilstrecke nicht ausgebaut, wird die EU-Transversale möglicherweise über Frankfurt und Nürnberg geführt, womit unsere Region abgehängt wäre. Gerade deshalb ist „Stuttgart 21“ so wichtig, sagte Köberle, die Wirtschaft und damit die Arbeitsplätze brauchen eine sehr gute Verkehrsanbindung. Dass Stuttgart einen neuen Bahnhof bekommt, sei nicht vorrangig, deshalb sei das Argument, dass allein für Stuttgart so viel Geld ausgegeben werde zu Lasten anderer Verkehrsträger falsch, weil die Mittel für das Gesamtprojekt „Stuttgart 21“ bereitgestellt werden sollen, ohne Benachteiligung der Region.