Wahlabend im Landratsamt - 26.3.06
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Ergebnisse der Landtagswahl 2006 !!
Biberach hat erstmals zwei Abgeordnete
BIBERACH - Die Überraschung ist perfekt: Der Wahlkreis 66 Biberach wird erstmals im Landtag mit zwei Abgeordneten vertreten sein, mit Peter Schneider für die CDU und Oswald Metzger für die Grünen. Schneider erreichte gestern 51,2 Prozent der Stimmen, Metzger 16,7. Die Wahlbeteiligung lag bei nur 54,8 Prozent (64,9 in 2001).
Von unserem Redakteur Achim Zepp
Kreiswahlleiter Wolfram Blüml und seine Wahlhelfer haben ganze Arbeit geleistet: Schon um 19.30 Uhr stand gestern Abend das vorläufige amtliche Ergebnis des Wahlkreises 66 fest. Sieger der Wahl 2006 ist die CDU mit 51,2 Prozent der Stimmen; das sind allerdings 6,0 Prozent weniger als bei der letzten Landtagswahl. Zweitstärkste Kraft im Wahlkreis sind künftig die Grünen, die ihren Stimmenanteil von acht auf 16,7 Prozent mehr als verdoppelt haben. Die SPD musste – so wie landesweit auch – Federn lassen; sie sammelte nur 15,8 Prozent und damit 5,3 Prozent weniger als bei der Wahl 2001. Die FDP erreichte 8,3 Prozent. Das sind 2,4 Prozent mehr als beim letzten Mal.
„Wir haben einen Schritt rückwärts gemacht“, gab Peter Schneider (CDU) unumwunden zu. Allerdings habe seine Partei bei der letzten Wahl ein überdurchschnittlich gutes Ergebnis erzielt; das erneut zu erreichen, sei sehr schwierig gewesen. Gründe für das schlechtere Abschneiden nannte Schneider drei: Erstens die niedrige Wahlbeteiligung, die den großen Parteien viel mehr geschadet habe als den kleinen; zweitens seinen Wechsel vom Amt des Landrats zum Sparkassenpräsident, was offenbar nicht verstanden worden sei; und drittens ein sehr starker Oswald Metzger. „Wir sind immer noch stark“, sagte Peter Schneider, „aber nicht mehr die Stärksten. Wir müssen das Weltmeistertrepple an Wangen abgeben.“
Wie ein Held fühlte sich Oswald Metzger, ein oberschwäbisches Phänomen. Metzger hat das Ergebnis der Grünen praktisch im Alleingang verdoppelt und in Schussenried ein Ergebnis von 32,2 Prozent erzielt. Es sei der Lohn für seine jahrelange intensive politische Arbeit für die Region, begründete Metzger seinen großen Erfolg. Er selbst hatte sich rund 10000 Stimmen erhofft; 12000 sind es letztendlich geworden. Ein solches Ergebnis sei Verpflichtung und Ansporn zugleich. „Ohne CDU-Parteibuch für den Wahlkreis Biberach in den Landtag zu kommen, das ist doch sensationell“, sagte ein überglücklicher, freudestrahlender Oswald Metzger.
Die WASG (2,2 Prozent), die Republikaner (2,5), die NPD (1,2) und die ÖDP (1,2) spielten für den Wahlausgang keine Rolle. Die Wahlbeteiligung lag historisch niedrig bei 54,8 Prozent.
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Kreisseite Biberach, 27. März 2006
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