Europawahl im Kreis Biberach - 8.6.09

FDP überrundet Sozialdemokraten

KREIS BIBERACH - Die FDP hat gestern bei den Europawahlen die SPD deutlich überrundet und ist im Kreis Biberach zweitstärkste politische Kraft. Die CDU liegt zwar noch immer knapp über 50 Prozent, hat aber gegenüber 2004 fast elf Punkte verloren. Die SPD verlor nochmals leicht, die Grünen legten leicht zu.

Von unserem Redakteur Ulrich Mäule

Die Wahlbeteiligung ist gestern auch im Kreis Biberach gesunken, aber nur leicht, um 2,3 Punkte auf 55,7 Prozent der 141 692 Wahlberechtigten. Im Kreis Biberach haben also deutlich mehr Wähler ihre Stimme abgegeben als im Bundesdurchschnitt.

Für die CDU bedeutet das gestrige Ergebnis den zweiten Verlust in Folge bei einer Europawahl im Kreis Biberach: 1999 hatte sie noch bei 64 Prozent gelegen.

Dass die SPD gestern im Kreis Biberach gestern im Kreis Biberach nur leicht verloren hat, mag an ihrem schlechten Ergebnis 2004 liegen: Damals war sie auf 11,2 Prozent gesackt – nach 16,6 Prozent bei der Wahl 1999.
Die FDP holte 1999 nur 2,9 Prozent. Verglichen damit, hat sie ihr Ergebnis in den beiden vergangenen Europawahlen im Kreis Biberach insgesamt mehr als vervierfacht. Auch der Schwund der Republikaner wird sehr deutlich, wenn man ihr Ergebnis mit dem der beiden vergangenen Wahlen vergleicht: 1999 hatten sie noch 5,2 Prozent geholt, 2004 noch 4,1 Prozent, jetzt sind sie mit 2,1 Prozent in die Bedeutungslosigkeit abgerutscht. Die Linke, die bundesweit mit ihrem Ergebnis nach oben geschnellt ist, hat im Kreis Biberach nur 2,3 Prozent geholt – mit Spitzenwerten in Dürnau (3,9 Prozent) und Bad Schussenried (3,5 Prozent).

In Alleshausen holt CDU 85 %

Die CDU hat, trotz teils erdrutschartiger Verluste, einen Teil ihrer Hochburgen im Kreis Biberach behauptet: In Alleshausen am Federsee kommt sie nach wie vor auf 85 Prozent der Stimmen, die SPD liegt dort unter der Fünf-Prozent-Grenze. Und auch in Ertingen, Langenenslingen, Ertingen, Oggelshausen und Uttenweiler behauptet sich die CDU mit mehr als 70 Prozent.

Die wenigsten Stimmen unter den zwölf Stimmen Splitterparteien vereinigte gestern die PSG auf sich: volle zwölf nämlich. Die Partei EDE holte fast das Doppelte: 20 Stimmen.

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Ausgabe Laupheim 08.06.2009

 
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