Kreistagswahl im Kreis Biberach - 10.6.09
60 Sitze bleiben es – ansonsten tut sich viel
BIBERACH - Die Zahl ist gleich geblieben: 60 Mitglieder zählt der neue Kreistag. Neben den Sitzverschiebungen unter den Listen hat sich allerdings auch parteiintern viel getan: Viele Kreisräte wurden nicht wiedergewählt, neue kommen hinzu. Ab der konstituierenden Sitzung am 25. Juli sind viele neue Gesichter dabei.
Von unserer Redakteurin Katja Tölle
Die CDU verliert einen Sitz – und zunächst einmal sieben der alten Kreisräte: Weder Hans-Jürgen Dullenkopf noch – unter anderen – Josef Herre und Reinhold Glaser wurden wiedergewählt. Dafür gibt’s sechs neue Gesichter: Zum Beispiel hat Förster Hans Beck den Sprung in den Kreistag mit 3013 Stimmen geschafft und auch Clemens Graf Leutrum von Ertingen entscheidet künftig mit über Kreisbelange.
Viel Bewegung auch bei FWV
Bei den Freien Wählern gibt es ähnlich viel Bewegung. Zwei Sitze gibt’s dazu, aber fünf neue Gesichter. Hier hat zum Beispiel Alexander Dehio mit 3319 Stimmen den Sprung in den Kreistag geschafft. Nicht wiedergewählt wurde unter anderen Reiner Buck, Bürgermeister in Mietingen. Weder Freie Wähler noch CDU profitierten von den Ausgleichssitzen – von denen SPD, ÖGB und Frauen gleich jeweils zwei ergatterten.
Josef Martin und Martina Miller ziehen so für die Sozialdemokraten in den Kreistag, für das ÖGB sind es Eugen Schlachter und Alois Gerster, für die Frauen Monika Koros-Steigmiller und Petra Fichtl. „Das macht uns natürlich stolz, dass wir gleich zwei Sitze direkt ergattern konnten“, sagte Christina Zinser im Gespräch mit der SZ. Sie selbst allerdings wurde mit 671 Stimmen nicht wiedergewählt. „Darüber bin ich natürlich enttäuscht“, gibt sie zu.
Die meisten Stimmen haben erwartungsgemäß hauptsächlich CDU-Kandidaten sammeln können – bis auf Hans Petermann von den Freien Wählern, der mit 9326 gültigen Stimmen die Liste anführt, und Thomas Fettback (SPD), der knapp darauf mit 8503 Stimmen folgt.
Für den Landrat ist jetzt die große Frage, ob er von diesen Kreisräten im Sommer 2014 auch gewählt wird. „Das hat uns tatsächlich alle vor eine schwierige Frage gestellt“, sagt Bernd Schwarzendorfer, Pressesprecher des Landratsamts. Die Antwort: „Wir wissen es einfach nicht.“ Dafür müssen die Kreispolitiker nun zunächst auf das Land Baden-Württemberg warten, das den Kommunalwahltermin für 2014 festlegt. Dann muss der Kreistag den Termin für die Landratswahl festlegen, der irgendwann zwischen Juli und September 2014 liegen muss. Die Frage ist also, ob dieser Termin vor oder nach der Kreistagswahl liegen wird. „Das ist eine spannende Sache“, sagt Schwarzendorfer – seinem Chef dürfte bei den derzeitigen Mehrheitsverhältnissen eine Wahl vor der Kreistagswahl lieber sein.
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Ausgabe Laupheim 10.06.2009
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